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December 13, 2016

Gorny & Mosch Withdraws Suspect Antiquities from Auction

Gorny & Mosch has withdrawn the four suspect antiquities identified by Greek forensic archaeologist and ARCA lecturer Christos Tsirogiannis on November 30, 2016. The objects, pictured below, had each been set for auction on tomorrow, December 14, 2016 via the auctioneer's office in Munich (München).


The objects had been traced to the confiscated Robin Symes and Gianfranco Becchina archives, antiquities dealers long accused by Italian prosecutors of being part of an antiquities trafficking network that involved tombaroli (tomb raiders) in southern Italy and suspect antiquities dealers and buyers around the globe.

The withdrawal comes After the information on the identifications was forwarded via INTERPOL to the Bundeskriminalamt (BKA), Germany's federal criminal police, which in turn, forwarded the information on to the Bavarian prosecution office for further analysis. 

For details on Dr. Tsirogiannis' assessment of this objects' looted past, please see ARCA's earlier report in English here or in German here

December 11, 2016

Auction Alert: Gorny & Mosch 14. Dezember 2016 Auktion, München, Deutschland

ARCA kindly thanks archaeologist and academic translator Folkert Tiarks of Toptransarchaeo for his assistance in translating this blog report from English into German for ARCA's German-speaking readership.

Am 29. November 2016 wurde ARCA durch Christos Tsirogiannis darüber informiert dass er vier antike, potentiell illegale Objekte identifiziert habe, die  am 14. Dezember 2016 bei Gorny & Mosch in München versteigert werden sollen.  Jedes dieser vier Objekte  lässt sich auf Fotos aus den beschlagnahmten Archiven von Gianfranco  Becchina und Robin Symes nachweisen.

Los 19 Etruskische Bronzestatue eines Jünglings, Mitte 5. Jahrhundert vor Christus

Abbildung 1 - Gorny & Mosch 14. Dezember 2016 Auktions-Los 19 

Die Sammlungsgeschichte wird wie folgt angegeben:  
"Ex Sammlung R.G., Deutschland. Bei Royal Athena Galleries, New York, Catalogue XXI, 2010, 43. Ex Sotheby´s Catalogue of Antiquities 13. Juli 1981, 341."

Jerome Eisenberg, Herausgeber der Zeitschrift Minerva und Eigentümer der Royal Athena Galleries in New York City, ist ein Name, der in der Vergangenheit als Käufer oder Verkäufer von Antiken umstrittener Herkunft  zur Sprache gekommen ist. Für weitere Informationen zu einigen der  in letzter Zeit von der Gallery erworbenen Objekte klicken sie bitte hierhier, hier und hier


Abbildung 2 - Symes Archiv Foto
Kürzlich erkannte Tsirogiannis Los 19 (Bild 1) im Symes Archiv (Bild 2), während dieses Loss noch  im Oktober 2010, zusammen mit einigen anderen Antiken, deren Bilder in den Archiven von Medici und Becchina auftauchten  von der Royal Athena Galleries angeboten wurde. Im Januar 2011 wurden diese Identifizierungen von Professor David Gill in seinem Blog "Looting Matters" vorgestellt und in der italienischen Presse durch den auf Kunst und Korruption spezialisierten Journalisten Fabio Isman im "Giornalle dell’arte" publik gemacht. Zusammen mit jeder dieser Bekanntmachungen wurde ein aus dem Symes Archiv stammendes Foto der etruskischen Bronzefigur veröffentlicht.

Die Tatsache, dass dieses Objekt jetzt, fünf Jahre nach der ersten Identifizierung, wieder zum Verkauf angeboten wird, bedeutet entweder dass die italienischen Behörden bei diesem einzelnen Objekt nicht tätig wurden oder dass der damalige Besitzer der Antike ausreichende Beweise vorlegen konnte die eine Einstufung als illegal gehandelte Antike verhinderten. Diese Information (sofern es sie gibt) wurde durch das Auktionshaus nicht in die Sammlungs-geschichte aufgenommen.

Los 87 Eine apulische rotfigurige Situla des Lykurgos-Malers. 360-350 v. Chr.

Abbildung 3 - Gorny & Mosch 14. Dezember 2016 Auktions-Los 87

Die Sammlungsgeschichte wird wie folgt angegeben: 

"Aus der James Stirt Collection, Vevey in der Schweiz, erworben 1997 bei Heidi Vollmöller, Zürich."

Abbildung 4 Gegenteil von Los 87 (links)
 Becchina Archivfoto einer Situla (rechts)
Das von Tsirogiannis zur Verfügung gestellte Foto aus dem Archiv Symes zeigt die Vase mit schweren Ablagerungen von Erde und Salz. Aus einer dem Archivfoto beigefügten hand-schriftlichen Notiz geht hervor, dass die Bilder am 18. März 1988 von Raffaele Montichelli an Gianfranco Becchina geschickt wurden.

Montichelli ist ein verurteilter Antikenhändler aus Tarent der über viele Jahre eine Partnerschaft mit Gianfranco Becchina unterhielt. Als Montichellis seriöser Beruf wird Grundschullehrer im Ruhestand erwähnt, dennoch scheint er aus den unrechtmäßigen Einnahmen mit illegal gehandelter Kunst genug l Geld verdient zu haben, dass er in einigen von Italiens exklusiveren Gegenden von Florenz und Rom lukrative Immobilien kaufen konnte. Diese wurden später durch die italienischen Behörden beschlagnahmt.

Es ist bemerkenswert, dass in der Sammlungsgeschichte dieses Lots der Abschnitt über Becchina vor der im Verkaufskatalog von Gorny & Mosch erwähnten Herkunft aus einem Auktionshaus datiert. Hat Vollmöller, als sie das Objekt in Kommission nahm, die Kaufgeschichte, von wem die Situla erworben wurde, weggelassen oder haben Gorny & Mosch sie absichtlich ausgelassen?

Lot 88 An Apulian red-figure bell-krater of the Dechter Painter. 350 - 340 B.C.E. 

Abbildung 4 - Gorny & Mosch 14. Dezember 2016 Auktions-Los 88
Die Sammlungsgeschichte wird wie folgt angegeben: 

Ex Galerie Palladion, Basel; ex Privatsammlung von Frau Borowzova, Binnigen in der Schweiz, erworben 1976 von Elie Borowski, Basel.

Abbildung 6 - Becchina Archiv foto
dieses Kraters
Palladion Antike Kunst (man beachte den leicht korrigierten Namen der Galerie) wurde von Gianfranco Becchina aus Basel, Schweiz, geleitet obwohl als offizielle Besitzerin der Schweizer Galerie Ursula “Rosie“ Juraschek, Becchinas Ehefrau geführt wurde.

Tsirogiannis stellte ein aus dem Becchina Archiv stammendes, auf den 4. April 1989 datiertes Foto dieses Kraters (Abb.6 ) zur Verfügung. Wieder sehen wir ein mit Erd-und Salzablagerungen bedecktes Objekt mit einigen Fehlstellen. Man beachte dass die Datierung des  unrestaurierten Objektes in das Jahr 1989 nicht mit dem Datum übereinstimmt, an dem das Objekt in die Sammlung Elie Borowski aufgenommen wurde.

Elie Borowski, dessen umfangreiche Sammlung von Gegenstanden aus dem Mittleren Osten später den Großteil des Bible Land Museums bildete, starb im Jahr 2003. Vertraut mit den Schattenseiten des Antikenhandels, teilte die ehemalige Kurator der Antiken-Abteilung des Getty Museums, Marion True, den italienischen Behörden mit, dass auch Borowski, ein in Basel/Schweiz, ansässiger Antiken-händler, ein Kunde Gianfranco Becchinas sei.

Interessanterweise unternahm Borowski eine diskrete Reise nach Gubbio um sich dort die erst kurz zuvor aus dem Meer geborgene Bronze anzusehen, bevor diese ihren endgültigen Weg nach Malibu antrat. Aber Borowskis Eintauchen in eine mögliche Betrügerei war hier noch nicht zu Ende. Sein Name erscheint in einem inzwischen zu Berühmtheit gelangtem Organigramm von Händlern, einem handgeschriebenen Schaubild des illegalen Handels, das von den italienischen Behörden im wohnung von Danilo Zicchi beschlagnahmt wurde. Sein Name wurde auch in Verbindung gebracht mit Raubantiken aus der Türkei.

Los 127 Gedrungenes Alabastron der Gnathia-Ware mit dem Bildnis einer geflügelten Frau mit Sakkos. Dem Maler der weißen Hauben zugeschrieben. Apulien, 320-310 v. Chr.


Abbildung 7 - Gorny & Mosch 14. Dezember 2016 Auktions-Los 127 
Die Sammlungsgeschichte wird wie folgt angegeben:

Ex Christie´s London, 15.04.2015, ex 113; aus der Privatsammlung von Hans Humbel, Schweiz, erworben bei der Galerie Arete, Zürich in den frühen 1990er Jahren.

Abbildung 8 - Becchina Archiv foto
dieses alabastron
Zusammen mit anderen  im Hintergrund sichtbaren Antiken, ist dieses Objekt auch auf einem von Tsirogiannis zur Verfügung gestellten Foto aus dem Becchina Archiv zu sehen. Das Foto datiert vom 24. September 1988 und wurde ebenfalls vom verurteilten Händler Raffaele Montichelli an Gianfranco Becchina geschickt.

Wie bei den vorausgegangenen Losen, datiert das Datum auf dem Foto vor die von Gorny & Mosch angegebene Sammlungsgeschichte. Dies lässt mich vermuten, dass die Sammlungsgeschichten aller vier Objekte in Details nur sehr spärlich angegeben wurden.

Wie Los 19 dieser Identifizierung, ist dieses das zweite Mal, dass dieses bestimmte Objekt vor einer bevorstehenden Auktion identifiziert wurde.

Aber die Spur wird noch interessanter.

Am 11. April 2015 veröffentlichte ARCA Tsirogiannis originale Identifizierung des Alabastrons mit folgender, von Christies zur Verfügung gestellter Provenien-zangabe.

"Durch den gegenwärtigen Eigentümer im Jahr 1998 vom Petit Musee, Montreal, erworben".

Das Objekt war ein Teil des aus zwei Vasen bestehenden Loses 113, das am 15. April 2016 in der Antiken-Auktion von Christie’s in London versteigert wurde. Ein von ARCA aufgenommener screenshot (Bild 9) der bei der urprünglichen Identifizierung vom April 2015 verwendet wurde, wird unten nochmals abgebildet.

Abbildung 9 - Screenshot der Website von Christie 11. April 2015 
Am 15. April 2015 wurde das Alabastron mit folgender Bekanntmachung im Auktionssaal von der Auktion zurückgezogen: "Das Los wurde zurückgezogen".

Wenn man heute Christie‘ s URL anklickt, die immer noch mit der letztjährigen Auktion verlinkt,  sieht man, dass das Foto gelöscht und durch ein anderes (Bild 10) ersetzt wurde, das nur die birnenförmige Flasche aus  Los 113 zeigt.

Abbildung 10 - Screenshot der Website von Christie 30. November 2016

Darüber hinaus wurde die Bekanntmachung der Rücknahme durch diese ersetzt (Abb. 11).

Abbildung 11 - Screenshot der Website von Christie 30. November 2016
Seltsamerweise führen Gorny & Mosch als Provenienz "Ex Christie’s London, 15.April 2015".

Hat Christie’s den Verkauf im April 2015 durchgesetzt anstatt ihn zurückzunehmen? Oderhaben Gorny & Mosch die unbeendete Auktion aufgeführt um ihrer eigenen Auflistung mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, jetzt, da sich der Besitzer des Stückes sich entschlossen hat, das Stück in Deutschland zu…Wer hat aus welchem Grund das Bild des Alabastrons gegen das der birnenförmigen Flasche ausgetauscht?

Und was ist mit Christie’s früherer Provenienzangabe, die das „Petit Musee, Motreal“ nannte, von dem der jetzige Besitzer das Stück im Jahr 1988 erwarb?  War diese Sammlungsgeschichte eine Fiktion, die später unbequem für den Besitzer und das aktuelle Auktionshaus wurde?

ARCA hofft, dass durch die kontinuierliche Bekanntgabe der Häufigkeit mit der illegale Antiken die Unregelmäßigkeiten in ihrer Provenienz  aufweisen wie dies bei  diesen Identifizierungen der Fall ist,  auf den legalen Kunstmarkt gelangen, Auktionshäuser und Sammler gezwungen werden ,die genauen und strengen Anforderungen bei der Angabe der Sammlungsgeschichte ihrer Objekt  einzuhalten, so dass neue Käufer nicht weiter Objekte waschen, um den Handel mit illegalen Antiken zu unterstützen.

Abschließend sei gesagt, dass sich Tsirogiannis, ein in Cambridge ansässiger forensischer Archäologe und Dozent beim Aufbaustudiengang der ARCA "Kriminalität gegen die Kunst und Kulturgüter-schutz", seit 2007 darum bemüht, Antiken illegaler Herkunft zu identifizieren, die sich in denjenigen Museen, Sammlungen, Galerien und Auktionshäusern befinden, die durch die beschlagnahmten Archive von Giacomo Medici, Robin Symes, Christos Michaelides und Gianfranco Becchina zurückverfolgt werden können.

Tsirogiannis hat Interpol über seine Identifizierungen informiert verbunden mit der Bitte, sowohl die italienschen als auch die deutschen Behörden ebenfalls formell darüber zu informieren. Hoffen wir, dass Gorny & Mosch das Objekt zurückziehen und künftig ihrer Sorgfaltspflicht bei der Prüfung der Einlieferer von Objekten besser nachkommen.

Von Lynda Albertson

November 30, 2016

Auction Alert II: Gorny & Mosch December 14, 2016 Auction, Munich

On November 29, 2016 ARCA was informed by Christos Tsirogiannis that he had identified four potentially-tainted antiquity scheduled to be auctioned by Gorny & Mosch in Munich, Germany on December 14, 2016.  Each of the four ancient objects are traceable to photos in the confiscated Gianfranco Becchina and Robin Symes archives.

The antiquities identified by Tsirogiannis are:

Lot 19 An Etruscan bronze figure of a youth. Mid 5th century B.C.E.

Image 1 - Gorny & Mosch December 14, 2016 Auction Lot 19 

The collecting history listed with this item is stated as: 
"Ex collection RG, Germany. At Royal Athena Galleries, New York, Catalogue XXI, 2010 43. Ex Sotheby Catalogue of Antiquities 13 July 1981 341."

Jerome Eisenberg, editor of the Minerva journal and proprietor of Royal Athena Galleries in New York City is a name that has come up in the past as the purchasor or seller of antiquities with contriversial backgrounds.  Please see the following links for more information on a few of the gallery's previous aquisitions herehere, here and here


Image 2 - Symes Archive Photo
Tsirogiannis previously identified Lot 19 (Image 1) in the Symes archive (Image 2), while on offer through the Royal Athena Galleries in October 2010 along with several other antiquities whose images appeared in the Medici and the Becchina archives.  In January 2011 these identifications were presented by Professor David Gill through his 'Looting Matters' blog and publicized in the Italian press by art and curruption journalist Fabio Isman through the art publication Il Giornale dell'Arte. Each notification published a copy of the Syme's archive photo of the Etruscan figurine.

The fact that this bronze figure reappears for sale now, five years after the first identification, may mean that the Italian authorities chose not to act on this particular object or that the holder of the antiquity at that time, was able to produce sufficient evidence to eliminate it as a potentially trafficked antiquity. That information (if it exists) was not made part of the auction house collection history. 

Lot 87 An Apulian red-figure situla of the Lycurgus Painter. 360 - 350 B.C.E.

Image 3 - Gorny & Mosch December 14, 2016 Auction Lot 87

The collecting history listed with this item is stated as: 
"From James Stirt Collection, Vevey, Switzerland, acquired in 1997 Heidi Vollmöller, Zürich"

Image 4 - Reverse side of Lot 87 (left)
Becchina Archive photo of a Situla (right)
The photo provided by Tsirogiannis from the Becchina archive (Image 4) shows the vase badly encrusted with soil and salt deposits). A handwritten note included with the archive photograph indicates that the images were sent from Raffaele Montichelli to Gianfranco Becchina on 18 March 1988.

Montichelli is a convicted antiquities trafficker from Taranto who had a long-standing relationship with Gianfranco Becchina.  Montichelli's legitimate occupation was listed as a retired elementary school teacher, yet it seems he made enough money from the illicit proceeds of trafficked art, to purchase lucritive property (later seized by the Italian authorities) in some of Italy's more exclusive areas of Florence and Rome.

It is interesting to note that the passage via Becchina in this lot's collection history, pre-dates the auction house provenance written in the sale catalog by Gorny & Mosch.  Did Vollmöller leave out the purchasing history of who the situla was purchased from when placing the object on consignment or did Gorny & Mosch omit it intentionally?

Lot 88 An Apulian red-figure bell-krater of the Dechter Painter. 350 - 340 B.C.E. 

Image 5 - Gorny & Mosch December 14, 2016 Auction Lot 88
The collecting history listed with this item is stated as: 
Ex Gallery Palladion, Basel; . ex private collection of Mrs. Borowzova, Binnigen in Switzerland, acquired in 1976 by Elie Borowski, Basel

Image 6 - Becchina Archive photo
of a Bell Crater 
Palladion Antike Kunst (notice the slightly corrected name of the gallery) was managed by Gianfranco Becchina in Basel, Switzerland though the Swiss gallery was officially listed as belonging to Ursula ''Rosie'' Juraschek, Becchina's wife.

Tsirogiannis provided a photo of this krater (Image 6) from the Becchina archive which was dated APR 4 '89' (4/4/1989).  Again we see a "raw" object covered with soil and salt encrustations and missing various fragments. Note that the 1989 date on the unrestored object photo doesn't match up to the date of the object's inclusion in the Elie Borowski collection.

Elie Borowski, whose vast collection of Mideast artifacts later formed bulk of Bible Lands Museum in Jerusalem, died in 2003. No stranger to the antiquities underbelly, former Getty antiquities curator Marion True told Italian authorities that Borowski, a Basel, Switzerland, antiquities dealer was also a client of Gianfranco Becchina.

Interestingly, Borowski once made a discreet trip to Gubbio to view the recently-fished Getty Bronze before it made its eventual way to Malibu, but Borowski's dip into possible skulduggery didn't stop there.  His name appears in the now famous trafficker's organigram, the handwritten organization chart of the illicit trade seized by Italian authorities from the apartment of Danilo Zicchi.  His name has also been linked to possibly looted antiquities from Turkey as well.

Lot 127 A squat alabastron of the Gnathia-ware with the bust of a winged woman with sakkos. Said to be from the White Sakkos Painter. Apulia, 320 - 310 B.C.E.


Image 7 - Gorny & Mosch December 14, 2016 Auction Lot 127
The collecting history listed with this item is stated as: 
Ex Christie's London, 15/04/2015, ex 113; from the private collection of Hans Humbel, Switzerland, acquired at the Galerie Arete, Zurich in the early 1990s.

Image 8 - Becchina archive alabastron
This alabastron is also depicted in a Becchina archive photo supplied by Tsirogiannis (Image 8), alongside other antiquities in the background.  The photo's image is dated 24/9/1988 and was again sent to Gianfranco Becchina from convicted trafficker Raffaele Montichelli.

As with the previous lots, the date on the image pre-dates the collecting history listed by Gorny & Mosch leading me to hypothesize that the collection histories of all four objects have been intentionally spartan on details.

Like Lot 19 in these identifications, this is the second time Tsirogiannis has identified this particular antiquity in an upcoming auction.

But here the trail gets more interesting. 

On April 11, 2015 ARCA published Tsirogianni's original identification of the alabastron with the following provenance provided by Christies.

"Provenance with Petit Musée, Montreal, from whom acquired by the present owner in 1998."

The object was one of two vases comprising Lot 113, in Christie's April 15, 2016 antiquities auction in London and a screenshot (Image 9) taken by ARCA and used in the original April 11, 2015 identification post is reposted below.

Image 9 - Christie's website screenshot April 11, 2015
On April 15, 2015 the alabastron was withdrawn from the auction with a Saleroom Notice that read: "This Lot is withdrawn"

Clicking on the Christie's URL today, which still links to last year's sale, shows that the alabastron photo has been deleted and replaced with an alternative one (Image 10), that shows only Lot 113's piriform bottle.

Image 10 - Christie's website screenshot
November 30, 2016

Additionally, the "withdrawn" notice has been replaced with this one (Image 11)

Image 11 - Christie's website screenshot
November 30, 2016
Strangely, the Gorny & Mosch provenance lists "Ex Christie's London, 15/04/2015".

Did Christie's follow through with the April 2015 sale instead of withdrawing it?Or has Gorny & Mosch listed the unfulfilled auction to add credibility to its own listing now that the owner of the piece has decided to shop the antiquity in Germany.   Who changed out the image of the alabastron for the piriform bottle and for what motive?

And what about the object's prior Christie's provenance which listed "the Petit Musée, Montreal, from whom acquired by the present owner in 1998"?  Was that collecting history a work of fiction that later became inconvenient for the owner and current auction house?

ARCA hopes that by continuing to publicize the frequency illicit antiquities penetrate the legitimate art market, with provenance irregularities such as those seen in these identifications, will force auction houses and collectors to adhere to accurate and stringent reporting requirements on their object collection histories so that new buyers do not continually launder objects in support the illicit antiquities trade.

In closing,  since 2007 Tsirogiannis, a Cambridge-based Greek forensic archaeologist and summer lecturer with ARCA's Postgraduate Program in Art Crime and Cultural Heritage Protection, has sought to identify antiquities of illicit origin in museums, collections, galleries and auction houses that can be traced to the confiscated Giacomo Medici, Robin Symes-Christos Michaelides and Gianfranco Becchina archives.

Tsirogiannis has notified INTERPOL of his identifications asking them to formally notify both the German and the Italian authorities.  Let's hope Gorny & Mosch withdraw the object and conduct a more thorough due diligence with the object's consignor/s.

By Lynda Albertson